Mund - ART

Durch meinen ländlichen Wohnort werde ich  oft mit  umgangsprachlichen Ausdrücken konfrontiert. 

Viele Worte drohen vergessen zu werden.  Einige meiner Freunde schreiben Gedichte im Dialekt. 

Ich möchte Raum schaffen für Überliefertes, Gereimtes  und selbst Erlebtes.

( Bei Bedarf werde ich eine Übersetzung anbieten.)

A Glück, das mia net so san

Dass d´Künstla an Huscha hob´n, d´Auslända stöhl´n,

d´Politika Schmäh dazöhl´n, dass ma´s nur wöhl´n,

dass d´Gschäftsleit uns umiheb´n, d´Maurer flanier´n,

dass d´Lehrer schia grantig de Kinder sekkier´n,

dass des wos´d im Fernsehg´n sichst, olles a Schmarr´n,

d´Dichta Fantast´n san, schreibate Narr´n,

des is sichalich wahr, weil´s mia olle sag´n -

nur weil ma des leise tuan, kennan´s uns net vaklog´n

 

Das mia volla Vorurteil neamt ander´n vatrog´n

des hab´ns uns aufbrocht - na des is dalog´n.

 

Jo, de mehra san grausli´,  hab´n an bär´ngroß´n Tick,

dass mia net so san, des is wirkli´ a Glick.

 

                                                          Isolde KERNDL

 

 

                                                                         

S´Sorgenkind

De Muatta hot a Sorg´nkind  und sie desweg´n zum Dokta kimmt.

Mei Sohn, sogt´s tuat gern LEGO bau´n und wos der alles damit kann.

Dann Herr Dokta stell´ns ihna vur spüt stundenlang er MATADOR.

I sog ihna wos der zamm bringt, mia wirkli an Reschpekt abringt.

Und mit seiner Eis´nbauh´n tuat a solche Freid er haum.

Er fohrt und spü´t und stöllt die Weichen, gibt Obfahrt und de Holtezeich´n.

Mit Begeist´rung spült der Bua, Herr Dokta wos sag´n sie dazua?

"Na ja °, sogt da Dokta, " sowas ma jo kennt ,  des Kind hot holt sehr vü´ Talent.. "

" Seg´ns"  moant de Muatta, " des sog i a , wann nur mei Schwiegatochta do net wa.

I kann es iberhaupt net foss´n, de wüll si´ weg´n den scheid´n loss´n.

 

                                                                                                               Loisi  SECNICKA

Zwei ältere Bäuerlein begegnen einander und da kommt es zum folgendem Dialog :

 

du sollst Kartenspül`n kemma...

                                                                                     Fisch hob i ma kaft...

zan Schoiswohl sollst kemma Kartenspül`n....

                                                                                     jo san guat zan ess´n.....

leck mi  ´n Orsch, Trott`l.....

                                                                                     is`  des Beste wos ma hob`n `kann....

 

  Überlieferung nach Peregrin TEUFL

 

 

A SCHENE WÖT

                  De Vogal zwitschan lustig, a Krauh dazwischen böt.

                  I geh mit woche Sinne und gschpia de schene Wöt.

                  De himmehochn Feichtn spendn eanan Duft

                  und da Gruch va Schwammal, dea liegt in da Luft.

                  Do Streitn grod zwoa Spotzn, durt huscht wos durchn Woid,

                  Ia werds ma doch net sogn woin, das eich des net gfoit.

 

                               Zwoa Krauh vatreibm an Habicht, hoch oman üba d` Bam.

                               Dea Habicht hot koa Schanz  net waun de zwoa se einig san.

                               A Boch dea plätschat leise zwischn d`Stoa dahin

                               und a Moasnpäachen hupft recht lusti zwischn d´Bama drin.

                               Koihweißling trinkn Tropfn vom letzten Morgentau.

                               A Bua maht sei Wiesn und da Herbstwind waht nu lau.

                               A Hos hupft üba d´Föda und a Reh rennt hi zum Woid.

                               Ia weads ma doch net sogn woin, das eich des net gfoit.

 

                                              De Bam san volla Mostbian, da Weiha glaunzt im Liacht.

                                              Waun ma mit Augn durch d´Wöt geht, wos ma do ois siacht.

                                              A uaoide Weidn mit Mischpeln auf und auf,

                                              Hetschaln rotgold glänzend auf an wüden Rosenstrauch.

                                              Schmettaling und Beindln auf olle Blütn boid.

                                              Ia werds ma doch net sogn woin, das eich des net gfollt.

 

 

                                                                                                      CHristiana ZÖCHLING

Wenn ana bei alle beliebt is,

                   dann mocht er a wos falsch.                                 Klaus Eberhartinger

da Josef

Meine kleine Geschichte spielte sich bei den traditionellen "Pielachtaler - Künstlertagen" zwischen zwei Ausstellern ab.

Der Holzschnitzer BUCHNER besuchte den Krippenbauer  +LICK und seine Krippenschau :

 

"Hearst" , sogt da Buchner, " da Josef steht oba bei dir auf da falschen Seit`n, host des in da Kirch`n  net g´seg`n wia des g`hert? "

 

" Na " sogt da Lick " so weit  vurn` wor i no nie ."

 

                                                                                                                            dabei gewesen Rudi HRUBEC

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